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Wir über uns

Im Restaurant Rathenower Ecke Seydlitzstrasse stand die Wiege der „Hellenen“

Als am 15. Juni 1904 einige sportbegeisterte junge Männer im Restaurant Rathenower Ecke Seydlitzstraße den Entschluss fassten, einen Leichtathletik Sportclub zu gründen, konnten sie nicht ahnen, damit eine Gemeinschaft aus der Taufe gehoben zu haben, die zu einem, der größten Vereine des Berliner Nordens werden sollte.

Der zunächst nur zehn Mitglieder umfassende Club wurde auf den Namen „Hansa“ getauft, weinige Monate später aber schon nannten ihn seine Gründer „SC Hellas 04“. Zunächst wurden nur leichtathletische Übungen betrieben. Gelegenheit dazu war auf dem Sportplatz in Plötzensee, gegenüber dem „Heideschlösschen“.

Auftrieb bekam der Club im Jahre 1905 durch den Anschluss des „Katholischen Jünglingsverein St. Thomas“, mit dessen Hilfe Hellas 04 dann eine regelrechte Fußball- und Tennisabteilung aufmachen konnte. -

Ein historischer Augenblick war es, als der junge Verein 1905 aus dem Verband der Berliner Athletik – Vereine austrat, seinen Übertritt in den VBB vollzog und dort mit zwei Mannschaften den normalen Fußballbetrieb aufnehmen konnte. -

Da traf die mit viel Idealismus geführte Gemeinschaft ein schwerer Schlag: Durch den Bau der Olympia-Radrennbahn auf unserem Sportgelände wurden wir heimatlos und gezwungen, auf dem Tempelhofer Feld unsere Spiele auszutragen. Es mutet grotesk an und beweist, wie viel Begeisterung zu damaliger Zeit aufgebracht werden musste, wenn die Geschichte registriert, dass die durchweg in Moabit bzw. Pötzensee beheimateten Spieler Sonntag für Sonntag die Torpfosten und Querbalken vom Umkleidelokal „Kaiserstein“ in der früheren Belle-Alliance-Straße zum Tempelhofer Feld schleppen und nach Spielschluss wieder abbauen und zurückschleppen und nach Spielschluss wieder abbauen und zurücktragen mussten. -

Zum 5. Geburtstag des Vereins, 1909, bescherte die 2. Seniorenmannschaft ihm die erste Meisterschaft. Am 14. Dezember des gleichen Jahres erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister. Das Spieljahr 1910/11 konnte dann wieder auf dem Platz in Plötzensee durchgeführt werden. Der Platzbau ist durch Eigenhilfe unserer Mitglieder entstanden. -


Obwohl die Gründung der „Spielvereinigung Nordwest“ offiziell erst am 7. März 1913 erfolgte, gehen die sportlichen Anfänge dazu bis in das Jahr 1905 zurück. Drei junge Kaufleute, die der Beruf im gleichen Büro zusammenführte und die auch die gleichen sportlichen Interessen verband, legten schon zu damaliger Zeit den Keim dazu.

Am 7. März 1913 war es soweit. Auf der regelrechten Sitzung wurde die „Spielvereinigung Nordwest“ geboren.

In chronologischer Folge ist in den vorhergehenden Artikeln das Entstehen unserer Ursprungsvereine „Hellas 04“ und „Nordwest 12“ aufgezeichnet, soweit die Erinnerung zurückreicht und soweit ihre Statistiken der Nachwelt erhalten blieben. In diesen Reminiszenzen ist bereits zum Ausdruck gekommen, dass der Anstoß zum Zusammenschluss bereits im zweiten Weltkrieg durch die zwangsläufige Fusion beider Vereine zu einer sogenannten Kriegsspielgemeinschaft erfolgte. Sie entstand 1944 im Restaurant Pielenz in der Levetzowstraße.

Die „Kriegsspielgemeinschaft Hellas-Nordwest“ konnte ihren Spielbetrieb bis zum Januar 1945 aufrecht erhalten.

Die beiden Vereine der einstigen Kriegsspielgemeinschaft trennten sich auch nach Beendigung des großen Weltbrandes nicht. In der kurzen Epoche des kommunal gelenkten Sports firmierte sie unter der Bezeichnung „Tiergarten-Nordwest“ und erst 1947, nach Wiederzulassung der Vereine, erfolgte die Neueintragung in das Vereinsregister unter dem heutigen Namen „Spielvereinigung Hellas-Nordwest 04“.

Im Jahre 1957 wurde dem Verein vom Sportamt Charlottenburg das alleinige Nutzungsrecht für den Sportplatz am Heckerdamm, den man einige Jahre mit dem Verein Wacker 1900 teilen musste, zugesprochen.